Lisa Batiashvili: Ihr Ton trifft ins Herz

Lisa Batiashvili ist die neue Capell Virtusosin der Staatskapelle. Ich traf die junge Stargeigerin im Dresdner Swissotel vor ihrem umjubelten ZDF-Konzert mit Christian Thielemann in der Frauenkirche.

Ihre Stradivari singt, wenn Lisa Batiashvili mit dem Bogen über die Saiten streicht. Die warme musikalische Farbe ihres Spiels und ihre künstlerische Reife haben Lisa Batiashvili zu einer der führenden Geigerinnen ihrer Generation gemacht. Die junge georgische Virtuosin spielt regelmäßig mit den besten Orchestern Europas und der USA und gastiert bei den Festivals von Schleswig-Holstein, Salzburg, Edinburgh, Verbier, Heimbach und Tanglewood. Ihren internationalen Durchbruch erlangte sie 1995, als sie im Alter von 16 Jahren als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki gewann. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihr seitdem zuteil, darunter ein MIDEM Classical Award sowie ein ECHO Klassik. Seit dieser Spielzeit ist Lisa Batiashvili Capell-Virtuosin der Staatskapelle Dresden. Außerdem ist sie in dieser Saison auch Solistin beim WDR Sinfonieorchester Köln und es folgen Begegnungen mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin, mit Gustavo Dudamel und den Göteborger Symphonikern, mit Thomas Hengelbrock und dem NDR Sinfonieorchester, sowie mit Mariss Jansons und dem Royal Concertgebouw Orchestra. Sie ist zudem erneut Gast bei den Berliner Philharmonikern unter Iván Fischer und beim New York Philharmonic Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig jeweils unter Alan Gilbert.

Zierlich, elegant und bescheiden wirkt Lisa Batiashvili bei unserem Gespräch. Sie duftet nach „Jasmin Noir“ von Bulgari, die blonden Haare fallen ihr locker auf die Schultern, sie trägt ein goldenes Kreuz von ihrer Patentante um den Hals. Die Star-Geigerin lebt zur Zeit in Frankreich, kehrt aber 2013 in ihre Wahlheimat München zurück. „München fehlt mir,“ seufzt sie und freut sich auf die Rückkehr.

Seit dieser Spielzeit ist sie auch in Dresden künstlerisch zuhause. „Ich finde Dresden unglaublich entzückend und habe großen Respekt vor den Menschen, die die Stadt auf diesem hohen Niveau wieder aufgebaut haben. Die Staatskapelle ist fantastisch, ein Orchester mit dieser Geschichte! Und die Zusammenarbeit mit Christian Thielemann ist etwas ganz Besonderes: Ich bin fasziniert von seiner Kraft, seiner Spontanität. Alles, was er hat, gibt er für die Musik. Die Stimmung ist sehr gut bei den Musikern, alle freuen sich auf die Saison,“ schwärmt sie.

Lesen Sie das ausführliche Interview mit Lisa Batiashvili in der März-Ausgabe der „Disy“.

Alle Termine mit Lisa Batiashvili auf einen Blick:

25. Februar, 20 Uhr, Violin-Rezital, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Eintritt: 22 Euro.

7. April, 11 Uhr, 10. Symphoniekonzert mit Christian Thielemann, Semperoper, Eintritt:

im Anschluss, 15 Uhr, Gespräch im Oberen Rundfoyer der Semperoper.

8. und 9. April, jeweils 20 Uhr, 10. Symphoniekonzert mit Christian Thielemann.

 

 

 

Advertisements

„Es war, als hätte die Geige mich gewählt“

Er ist einer der begehrtesten Geiger der Welt und seit dieser Spielzeit als „Capell Virtuos“ eng mit der Staatskapelle Dresden verbunden. Nikolaj Znaider wird in dieser Saison als Solist, Dirigent und als Kammermusiker in Dresden zu erleben sein.

Claudia Homberg sprach für Disy mit dem Geigen-Virtuosen vor einem Konzert in Cleveland, USA. Weiterlesen

Massenstrip im Kraftwerk

Wenn der Chef die Ehefrau seines Beraters liebt, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Vor allem, wenn der betrogene Ehemann den beiden auf die Schliche kommt. Ein Mord aus Eifersucht ist dann die krasseste Lösung des Konflikts, kommt aber durchaus immer wieder vor.

So dramatisch, spannend und leidenschaftlich ist auch die Geschichte in Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ – Ein Maskenball“. In der Semperoper feierte das Werk unter der Regie von Elisabeth Stöppler Premiere und steht auch im Februar wieder auf dem Spielplan. Weiterlesen