Sinnliche Hommage an Dalí

An den Landesbühnen in Radebeul begeisterte mich ein zweiteiliger Tanzabend zum Thema Surrealismus: „D.A.L.I. – Die Allmacht lärmender Intuition & Des Abends lustvolle Imagination“ nahm sich des großen Malers Salvador Dalí an und beleuchtete sein Schaffen, seine Ideen, seine Werke auf unterschiedliche Weise.
Ballettchef Carlos Matos hatte den ersten Teil choreographiert, sein Kollege Massimo Gerardi schuf den zweiten Teil.
Matos‘ choreografische Handschrift ist durchaus sinnlicher und bildhafter als die seines Kollegen: Da quillt ein Tuch mit Dalís Malerei aus einem Wandbild, da „essen“ sich Liebende mit Gabeln, stehen Tänzer auf Stäbe gestützt im Raum wie die Figuren auf Dalís Werken. Traum und Wirklichkeit verschmelzen zu schönen und surrealen Bildern, die im Gedächtnis haften bleiben.
Bei Gerardi ist die Bildsprache deutlich abstrakter und kühler, die Tänzer wirken wie lebende Skulpturen, die Szenerie hat durchaus Ähnlichkeit mit den Filmen von David Lynch.
Fazit: ein gelungener Abend, toll getanzt, zwei unterschiedliche künstlerische Handschriften zu einem Thema. Schlüssig, packend, sehenswert!

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