Musikalische Leckerbissen mit Ženatý und Hentrich

Manchmal gibt es in Dresden wahre Leckerbissen für Klassikfans zu entdecken – man muss sie nur suchen. Das Konzert im Hygienemuseum gehört in jedem Fall dazu und darum lassen wir es unter keinen Umständen entgehen. Unter dem Motto „Nachbarn“ erklingen Werke von Leos Janáček,  Franz Benda, Bohuslav Martinů,  Jiři Gemrot und Antonín Dvořák (u.a. die Romanze f-Moll!) . Zu Gast beim Philharmonischen Kammerorchester ist der tschechische Geigenvirtuose Ivan Ženatý, der nicht nur auf allen großen Konterbühnen der Welt zu Hause ist, sondern auch eine Professur an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber sowie am prestigeträchtigen Cleveland Institute of Music innehat. Die Leitung des Abends hat Professor Wolfgang Hentrich, seit 1996 Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie. Von ihm stammt auch die Idee zu der Konzertreihe „Dresdner Abende“ im Deutschen Hygiene Museum, die das Konzertangebot der Dresdner Philharmonie bereichert.
Wolfgang Hentrich ist Honorarprofessor für Violine an der Dresdner Musikhochschule und widmet sich mit besonderer Liebe speziellen Programmen für Kinder.

23. Januar, 20 Uhr, Deutsches Hygienemuseum Dresden, Eintritt, 23 und 28 Euro.

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Lisa Batiashvili: Ihr Ton trifft ins Herz

Lisa Batiashvili ist die neue Capell Virtusosin der Staatskapelle. Ich traf die junge Stargeigerin im Dresdner Swissotel vor ihrem umjubelten ZDF-Konzert mit Christian Thielemann in der Frauenkirche.

Ihre Stradivari singt, wenn Lisa Batiashvili mit dem Bogen über die Saiten streicht. Die warme musikalische Farbe ihres Spiels und ihre künstlerische Reife haben Lisa Batiashvili zu einer der führenden Geigerinnen ihrer Generation gemacht. Die junge georgische Virtuosin spielt regelmäßig mit den besten Orchestern Europas und der USA und gastiert bei den Festivals von Schleswig-Holstein, Salzburg, Edinburgh, Verbier, Heimbach und Tanglewood. Ihren internationalen Durchbruch erlangte sie 1995, als sie im Alter von 16 Jahren als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki gewann. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihr seitdem zuteil, darunter ein MIDEM Classical Award sowie ein ECHO Klassik. Seit dieser Spielzeit ist Lisa Batiashvili Capell-Virtuosin der Staatskapelle Dresden. Außerdem ist sie in dieser Saison auch Solistin beim WDR Sinfonieorchester Köln und es folgen Begegnungen mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin, mit Gustavo Dudamel und den Göteborger Symphonikern, mit Thomas Hengelbrock und dem NDR Sinfonieorchester, sowie mit Mariss Jansons und dem Royal Concertgebouw Orchestra. Sie ist zudem erneut Gast bei den Berliner Philharmonikern unter Iván Fischer und beim New York Philharmonic Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig jeweils unter Alan Gilbert.

Zierlich, elegant und bescheiden wirkt Lisa Batiashvili bei unserem Gespräch. Sie duftet nach „Jasmin Noir“ von Bulgari, die blonden Haare fallen ihr locker auf die Schultern, sie trägt ein goldenes Kreuz von ihrer Patentante um den Hals. Die Star-Geigerin lebt zur Zeit in Frankreich, kehrt aber 2013 in ihre Wahlheimat München zurück. „München fehlt mir,“ seufzt sie und freut sich auf die Rückkehr.

Seit dieser Spielzeit ist sie auch in Dresden künstlerisch zuhause. „Ich finde Dresden unglaublich entzückend und habe großen Respekt vor den Menschen, die die Stadt auf diesem hohen Niveau wieder aufgebaut haben. Die Staatskapelle ist fantastisch, ein Orchester mit dieser Geschichte! Und die Zusammenarbeit mit Christian Thielemann ist etwas ganz Besonderes: Ich bin fasziniert von seiner Kraft, seiner Spontanität. Alles, was er hat, gibt er für die Musik. Die Stimmung ist sehr gut bei den Musikern, alle freuen sich auf die Saison,“ schwärmt sie.

Lesen Sie das ausführliche Interview mit Lisa Batiashvili in der März-Ausgabe der „Disy“.

Alle Termine mit Lisa Batiashvili auf einen Blick:

25. Februar, 20 Uhr, Violin-Rezital, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Eintritt: 22 Euro.

7. April, 11 Uhr, 10. Symphoniekonzert mit Christian Thielemann, Semperoper, Eintritt:

im Anschluss, 15 Uhr, Gespräch im Oberen Rundfoyer der Semperoper.

8. und 9. April, jeweils 20 Uhr, 10. Symphoniekonzert mit Christian Thielemann.